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inexogy und PPC: Praxis schlägt Theorie – Erfahrungen aus dem Steuerungsrolloutsupport2026-09-01T08:57:48+00:00

inexogy und PPC: Praxis schlägt Theorie – Erfahrungen aus dem Steuerungsrollout

Steuerung im Smart Grid ist kein Thema für 2027, sondern sollte heute schon den Weg zum Endnutzer finden. Nicht anders sieht das der wettbewerbliche Messstellenbetreiber inexogy. Als einer der ersten wMSBs haben sie den Schritt vom Pilotprojekt zum echten Steuer-Rollout gewagt und gezeigt, was dabei wirklich zählt.

inexogy ist Spezialist für intelligente Messsysteme und Teil der Techem-Gruppe. Das Unternehmen betreibt bundesweit mehr als 110.000 Smart Meter und hat bereits über 1.000 Steuerungseinrichtungen im Feld installiert. Damit ist inexogy eines der wenigen Unternehmen, welches die gesamte Steuerkette, vom Backend bis zur steuerbaren Verbrauchseinrichtung, bereits erfolgreich in der Praxis betreibt.

„Ich würde behaupten, wir sind nicht längst nicht mehr in der Theorie, sondern in der Praxis – im Übergang zum Steuerungsrollout. Wir haben über 1.000 Steuereinheiten installiert, betreiben diese mit verschiedenen HEMS-Systemen und haben die komplette Steuerkette erfolgreich geschlossen.“

Nikolas Koch, Abteilungsleiter Technik & SMGW bei inexogy

Zahlen, Daten und Fakten zum Steuerungsrollout bei inexogy

Welche beeindruckenden Erfolge inexogy bereits im Steuerrollout erreicht hat – und wie die nächsten Schritte aussehen:

  • >110.000 Smart Meter im Feld
  • >1.000 CLS-Steuerungseinrichtungen installiert und in Betrieb
  • Interoperabilität u. Anbindung des CLS-Adapters Steuerung bei allen SMGW-Herstellern erfolgreich
  • Mehrere HEMS erfolgreich im Feld angebunden und gesteuert
  • Komplette Steuerkette vom Backend bis zum SteuVE erfolgreich durchgeführt
  • Kurzfristig: Einführung des SHIP-Pairing-Service zum automatisierten SKI-Austausch ohne manuelle Schritte
  • Mittelfristig: EEBUS-Zertifizierung als Pflichtanforderung für HEMS im Rollout

Lektionen aus dem Feld – worauf alle wettbewerblichen MSBs im Rollout achten sollten:

  • Steuerungstests entlang der gesamten Kette sind unverzichtbar – viele Fehler zeigen sich erst in der Praxis
  • Transparenz hinter dem CLS-Adapter Steuerung unvollständig: Ob ein HEMS noch aktiv gesteuert werden kann, ist aktuell erst nach einem Steuertest sichtbar
  • Die Inbetriebnahme des SKI bindet Kunden aktiv ein und verursacht so Mehraufwände, die durch das SHIP-Pairing eliminiert werden können
  • Klare Standards für Kundennetze und EMS sind Grundvoraussetzung für einen stabilen Betrieb
  • Gremienarbeit zahlt sich aus: FNN, EEBus Initiative und BSI sind aktive Mitgestalter für Prozesse und Standards

Steuerung funktioniert – das sind die Erkenntnisse

Mit dem Übergang von der Pilotphase in den echten Rollout zeigen sich auch die Berührungspunkte, an denen alle Branchenteilnehmer noch besser zueinander finden müssen.

Drei Themen stehen für inexogy im Mittelpunkt:

  • Transparenz im Betrieb
  • die Komplexität der Inbetriebnahme
  • die Notwendigkeit einheitlicher Standards – insbesondere rund um EEBUS und das EEBUS SHIP-Pairing

Denn wer heute versucht, „hinter“ den CLS-Adapter zu schauen, sieht im Backend nämlich noch zu wenig: Ob ein HEMS (Home Energy Management System) aktiv mit der Steuereinheit gekoppelt ist, lässt sich im laufenden Betrieb nicht direkt erkennen. Verbindungsstatus, Seriennummern, Diagnosedaten – all dies ist noch nicht einheitlich aufbereitet und verfügbar. Erst nach einem Steuertest steht damit fest, ob die Steuerung einwandfrei funktioniert. Ein Zustand, der sich schnellstmöglich ändern sollte. Die Lösung liegt in standardisierten Diagnosemöglichkeiten, etwa durch den HEMS-Verbindungsstatus via CLS-EEDI.

Ähnliche Stolpersteine gibt es noch bei der Inbetriebnahme selbst. Aktuell braucht es vielerorts die aktive Mitwirkung des Kunden. Dieser muss SKI-Token und das EMS bereitstellen und gegebenenfalls Trust-Prozesse durchführen. Das kostet Zeit in der Vorbereitung, erfordert gezielte Schulung im Service und verlangsamt Installationsprozesse. Die Antwort liegt im EEBUS SHIP-Pairing Service. Dieser automatisiert den SKI-Austausch und macht manuelle Schritte überflüssig. Mittelfristig soll die EEBUS-Zertifizierung außerdem zur Pflichtanforderung für alle HEMS im Rollout werden. Dies wäre echtes Plug-and-Play entlang der gesamten Steuerkette.

Welche Erfahrung inexogy ebenfalls gerne aus dem eigenen Steuerrollout teilt: Steuerungstests entlang der gesamten Kette sind unverzichtbar. Viele Fehlerbilder tauchen erst im Zusammenspiel aller Komponenten auf, nicht in der Laborumgebung. inexogy testet neue Energiemanagementsysteme deshalb systematisch, erst im Labor, dann beim Kunden vor Ort und stets mit einem vollständigen Steuerungsdurchlauf. Ein Aufwand, der sich lohnt – aber ein gemeinsames Verständnis aller Beteiligten voraussetzt.

Artikel mit Steuerungsinhalten

Projekt SISSY macht Steuern nach §14a massentauglich

Das Innovationsprojekt SISSY ist zum Jahreswechsel erfolgreich gestartet. Der Fokus des vom BMWK geförderten Projektes liegt auf der Weiterentwicklung des intelligenten Messsystems zum zentralen, sicheren und massentauglichen Zugangstor am steuerbaren Netzanschlusspunkt. Die so geschaffenen Standards werden die Steuerung nach §14a EnWG zeitnah für große Stückzahlen möglich machen und damit kosteneffizient. Ausführende des Projektes sind EGS, TMZ, Robotron, KEO, EEBUS und PPC.

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Seit dem 1. Januar 2024 sind neue Anforderungen in Kraft, die sich aus dem novellierten § 14a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) ergeben. Für die Hauskraftwerke von E3/DC, deren integriertes Energiemanagementsystem und für die interoperable iMSys-Landschaft von PPC konnten Experten beider Unternehmen in Tests nachweisen, dass Anwender nicht nur die neuen Anforderungen des § 14a erfüllen, sondern künftig weitere marktbezogene sowie netz- und systemdienliche Anwendungen nutzen können.

Projekt WARAN heizt der Wärmewende ein und digitalisiert das Fernwärmenetz

Während die Digitalisierung im Strom-Sektor bereits an Fahrt aufgenommen hat, fährt die Wärmewelt noch auf Sicht. Es fehlt an Transparenz in Nah- und Fernwärmenetzen, Steuerungsmöglichkeiten zur Flexibilisierung sowie der integrierten Gesamtsicht auf Strom und Wärme. Im Rahmen des Forschungsprojekts WARAN streben EWE NETZ, BTC, wesernetz Bremen, swb Erzeugung, be.storaged, SWR AG, die FfE und PPC an, diese Themen der kommunalen Wärmeversorgung bei der Sektorkopplung und Digitalisierung durch eine einheitliche und standardisierte iMSys-Infrastruktur voranzutreiben.

TR-5 verabschiedet

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