Intelligente Messsysteme lassen sich dann millionenfach ausrollen, wenn für jede Lage vor Ort, eine passende Lösung zur Verfügung steht. Die Diskussion über den Smart-Meter-Rollout konzentriert sich dagegen häufig auf einzelne Pflichteinbaufälle, Prosumer oder steuerbare Verbrauchseinrichtungen. Soll das intelligente Messsystem jedoch flächendeckend in Mehrfamilienhäusern und größeren Liegenschaften ankommen, muss der Blick über den einzelnen Zählpunkt hinausgehen.
Dazu gehört, dass die aufgebaute iMSys-Infrastruktur effizient genutzt wird. Gerade im Mehrparteienhaus und Quartiersprojekten zeigt sich das riesige Potenzial Millionen Kunden an den Vorteilen der Digitalisierung teilhaben zu lassen. Der Schlüssel liegt in der konsequenten Nutzung der 1:n-Anbindung. Mehrere moderne Messeinrichtungen werden dabei über ein gemeinsames Smart Meter Gateway sicher in das intelligente Messsystem eingebunden.
Das dies längst Anwendung im Kundenfeld findet und sich auch im Dauerbetrieb bewährt hat, zeigen Projekte wie die des wettbewerblichen Messstellenbetreibers VALENDA Metering.
Vom einzelnen Zählpunkt zum intelligenten Gebäude
Die Ausgangslage: Mehrfamilienhaus in Lehrte, 61 Mieter inkl. Allgemeinstromzähler, zwei PV-Anlagen. Hier wurden bereits vor 16 Monaten, 20 Zähler an ein Smart Meter Gateway angebunden. Der Betrieb läuft seit dem ersten Tag störungsfrei und liefert damit einen belastbaren Beleg für die Alltagstauglichkeit des 1:n Aufbaus.
Das Referenzprojekt in Lehrte auf einen Blick
- 20 Zähler hinter einem Smart Meter Gateway
- seit 16 Monaten zuverlässig im Betrieb
- keine Probleme bei der Kommunikation und Datenübertragung
- weniger Hardware- und Installationsaufwand je Messstelle
- eines von mehr als 40 Projekten, mit 1:15 oder mehr Anbindungen
- skalierbares Konzept für Mehrfamilienhäuser und größere Liegenschaften
1:n als Schlüssel für die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung
Besonders wichtig ist die 1:n für die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung und Mieterstrom. Bei beiden Modellen wird lokal erzeugter Solarstrom innerhalb eines Gebäudes von mehreren Parteien genutzt. Dafür müssen Erzeugung und Verbrauch der beteiligten Wohnungen zuverlässig gemessen und verarbeitet werden. Dadurch können komplexe Messkonzepte wirtschaftlicher umgesetzt und neue Versorgungs- und Abrechnungsmodelle erschlossen werden. Die skalierbare Messinfrastruktur ist dafür entscheidend.
Das Smart Meter Gateway ist damit die zentrale digitale Schnittstelle des Gebäudes. Es verbindet die einzelnen Messstellen mit den nachgelagerten energiewirtschaftlichen Prozessen und schafft die technische Grundlage dafür, gemeinschaftliche Versorgungskonzepte effizient zu betreiben.
Praxiserfahrung statt theoretischer Machbarkeit
Dass mehrere Zähler an ein Smart Meter Gateway angebunden werden müssen, wird in der Branche seit Langem diskutiert. Technisch ist 1:n dabei schon lange keine Zukunftsmusik mehr, auch die Anbindungen mehrerer dutzend Zähler ist problemlos möglich. Für die breite Umsetzung braucht es jedoch mehr als die grundsätzliche, technische Machbarkeit: Entscheidend sind Konzeption und Installationen, die über längere Zeit zuverlässig im Feld funktionieren.
„1:n ist für uns kein theoretisches Zukunftsmodell, sondern bereits gelebte Praxis. Unser Referenzobjekt zeigt seit 16 Monaten, dass sich 20 Zähler zuverlässig über ein gemeinsames Smart Meter Gateway betreiben lassen. Kürzlich wurde sogar ein Projekt mit 1:25 erfolgreich in Betrieb genommen. Gerade für die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung und Mieterstrom ist das eine wichtige Voraussetzung, um Projekte wirtschaftlich und skalierbar umzusetzen“, sagt Roland Schröder, Geschäftsführer der VALENDA Metering GmbH.
Skalierung im großen Stil, geht nur mit 1:n
Der millionenfache Ausbau intelligenter Messsysteme wird nicht allein durch eine steigende Zahl einzelner Installationen gelingen. Entscheidend sind standardisierte Konzepte, mit denen ganze Gebäude und größere Liegenschaften effizient erschlossen werden können.
1:n verbindet technische Skalierbarkeit mit einem konkreten wirtschaftlichen Nutzen. Das Konzept senkt den Infrastrukturaufwand, erleichtert die Umsetzung neuer Versorgungslösungen und macht das Smart Meter Gateway zur zentralen Plattform für die digitale Gebäudeversorgung.




