Kontakt Kontakt +49(0)621/40165-100

Kontaktformular

Strommast Mittelspannung

Fühler im Netz

Verteilnetz streckt die Fühler Richtung energetische Zukunft aus

Animation Fuehler im Netz
"Fühler im Netz"-Animation ansehen

Motivation

Die starke Zunahme dezentraler Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Energiequellen in das lokale Verteilnetz einspeisen, geht mit einem erhöhten Bedarf an Steuerung und Überwachung einher. Da die Sonne nicht immer scheint und der Wind selten gleichmäßig weht, kann durch die daraus resultierende fluktuierende Stromeinspeisung die Netzstabilität negativ beeinflusst und die Versorgungssicherheit gefährdet werden. Obwohl die detaillierte Erfassung des Netzzustandes im Nieder- und Mittelspannungsbereich unabdingbar ist, um Anlagen- und Netzstörungen frühzeitig zu erkennen, werden sie im Gegensatz zu den Transportnetzen bisher kaum kontinuierlich überwacht: Oftmals sind teure Messverfahren notwendig, die nur Momentaufnahmen erfassen. So besteht die Gefahr, dass kritische Netzzustände, schleichende Veränderungen oder Defekte bei Kundenanlagen zu spät erkannt werden.

„BPL stellt eine attraktive Kommunikations­technologie für Smart Grids dar, denn mit BPL wachsen Stromversorgungs- und Telekommunika­tionsnetze intelligent zusammen“

Prof. Dr.-Ing. Markus Zdrallek von der Bergischen Universität Wuppertal.

Aufgabenstellung

Diese Problematik aufgreifend soll „Fühler im Netz“ neue Möglichkeiten zur einfachen und günstigen Zustandsanalyse von Verteilnetzen und den angeschlossenen Anlagen entwickeln. Die Idee ist, Frequenzanalysen der Breitband-Powerline-Datenübertragung zu nutzen.

Ziel ist die Entwicklung eines Konzeptes für die systematische Nutzung der Kanaleigenschaften des BPL-Netzes zur Erfassung kritischer Netzzustände im Nieder-/Mittelspannungsbereich sowie zur Detektion von aktuellen bzw. absehbaren Störungen im Netz und bei Kundenanlagen. Die erfassten Zustandsdaten sollen in der Netzbetriebsführung und Ausbauplanung verwendet werden. Auch prüfen die Projektpartner, inwiefern sie zusätzliche Messdaten durch den Einbau einfacher Messsensorik im BPL-Netz effizienter erfassen können. Zudem steht die Entwicklung eines softwarebasierten Analysetools zur Interpretation der erfassten Parameter im Fokus.

Im Rahmen von „Fühler im Netz“ soll der Netzzustand im Nieder- und Mittelspannungsbereich auf zwei Arten erfasst werden: zum einen über die Analyse der BPL-Datenübertragung (Ebene A) und zum anderen mittels einfacher Messsensorik (Ebene B).
Im Rahmen von „Fühler im Netz“ soll der Netzzustand im Nieder- und Mittelspannungsbereich auf zwei Arten erfasst werden: zum einen über die Analyse der BPL-Datenübertragung (Ebene A) und zum anderen mittels einfacher Messsensorik (Ebene B).

Vorgehensweise

In den ersten Arbeitspaketen führen die Projektpartner Recherchen, Untersuchungen und Analysen durch. Anschließend werden die daraus gewonnenen Erkenntnisse in Laborversuchen sowie mittels eines Demonstrationsaufbaus und Feldtests auf ihre Praxistauglichkeit geprüft. Im Anschluss folgt die technische und wirtschaftliche Bewertung der Ergebnisse. Die gewonnenen Erkenntnisse wollen die Projektpartner abschließend in einem Leitfaden zusammenfassen.

BMBF-gefördertes Projekt

Das Projekt unter der Führung der Power Plus Communications AG mit einem Gesamtbudget von ca. 2,5 Millionen Euro wird im Rahmen der Initiative „Zukunftsfähige Stromnetze“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die 3-jährige Projektlaufzeit hat im November 2014 begonnen und wird voraussichtlich im Oktober 2017 enden.
Projektpartner sind neben PPC:

BM Bildung Und Forschung Logo
Schließen